Kritische Anmerkungen zur Publikationskultur in den Geisteswissenschaften
Beharrlichkeiten, an einmal gewählten Publikationsformaten festzuhalten, finden wir in den Geisteswissenschaften durchaus vor. Nicht alle dieser etablierten Veröffentlichungswege lassen sich aber von einer auf Wissen und Fortschritt zielenden Perspektive aus sinnvoll begründen. Wie steht es also um die heutige Publikationskultur in der Philosophie – stellvertretend für die Geisteswissenschaften in Deutschland? Dieser Frage soll im Vortrag weiter nachgegangen werden. Aufgezeigt wird dabei, dass mit dem Problem des Science Trackings derzeit mehr als nur ein Anreiz für Veränderungen im System vorliegen. Eine Weiterentwicklung der Publikationskultur des geisteswissenschaftlichen Denkstils scheint dringend geboten. Eine Möglichkeit besteht in der Wahl von Diamond-Open-Access-Modellen. Aus der Praxis berichtet, wird in diesem Zusammenhang aufgezeigt, welche Anforderungen sich für dieses relativ neue Publikationsformat in der Geisteswissenschaften aus Sicht der beteiligten Wissenschaftler:innen ergeben.
Nicola Mößner (Leibniz Universität Hannover / RWTH Aachen)
Mi, 30.9.2026, 11-12 h